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Zur Khs Trier-Saarburg

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zu Gast

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder mit den Obermeistern der Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg: Rainer Ferres (links), Stellvertreter Timo Rings (2. v. r.) und Ehrenobermeister Kurt Mertes.

Überraschung gelungen! Patrick Schnieder freut sich über die Modellvariante seines ersten Fahrzeuges.

Starke Innung stark vertreten: rund 40 Vertreter der regionalen Kfz-Branche kamen zur Versammlung.

Politischer Dialog und Innungswahlen bei der Kfz-Innung

BITBURG. Die Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg hatte im April ihre Mitgliederversammlung im Restaurant Eifelbräu in Bitburg abgehalten. Im Mittelpunkt der Besuch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sowie die Neuwahl der Innungsgremien. Obermeister Rainer Ferres freute sich über die starke Beteiligung und begrüßte fast 40 Vertreter der regionalen Kfz-Branche.

Direkter Dialog 
Als besonderer Gast war Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder der Einladung der Innung gefolgt – und das mit sichtlicher Freude. Schnieder, der aus der Eifel stammt und hier lebt, ist dem regionalen Handwerk seit Jahren eng verbunden. Er betonte die Bedeutung des direkten Austauschs: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, vor Ort in der Region zu sein, bekannte Gesichter zu sehen und im direkten Austausch zu hören, was das Kfz-Handwerk bewegt – denn genau daraus entsteht gute Politik für morgen."

Der Minister bezog zu einer Vielzahl praxisrelevanter Themen Position. Diskutiert wurden unter anderem die Zukunft der E-Mobilität, der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der A60, der lang ersehnte Lückenschluss der A1, die Unfallstatistik auf der B51 Richtung Trier sowie der Führerschein ab 16 Jahren als Faktor für die Mobilität von Auszubildenden im ländlichen Raum. Auch die Bürokratiebelastung der Betriebe und die Stärkung der dualen Ausbildung im Kfz-Handwerk kamen zur Sprache.

Schnieder machte deutlich, welche Schlüsselrolle das Kfz-Handwerk bei der Bewältigung des Wandels spielt: „Ob Transformation, Elektromobilität oder neue Antriebstechnologien: Ohne das Know-how und die Praxisnähe des Kfz-Handwerks werden wir diese Herausforderungen nicht meistern." Und weiter: „Die Mobilität von morgen entscheidet sich nicht allein in Ministerien, sondern vor allem in Werkstätten wie Ihren – dort, wo Innovation auf Erfahrung trifft."

In einer anschließenden offenen Austauschrunde wurden auch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran thematisiert – von den Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise bis zu verkehrspolitischen Konsequenzen. Der Frage nach einem Tempolimit erteilte Schnieder dabei eine klare Absage.
Seine Verbundenheit mit dem Handwerk wurzelt auch in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit: Der Minister war mehrere Jahre Mitglied der Vollversammlung sowie des Vorstands der Handwerkskammer Trier.

„Heute hier bei der Innungsversammlung zu sein, ist für mich nicht nur ein offizieller Termin, sondern auch ein Stück Heimat – und ein Zeichen der Wertschätzung für ein Handwerk, das oft im Hintergrund Großes leistet", betonte Schnieder. Den Zusammenhalt innerhalb der Innungsstruktur hob er ebenfalls hervor: „Die Stärke des Kfz-Handwerks liegt nicht nur in der einzelnen Werkstatt, sondern im Zusammenhalt der Innung – gerade im ländlichen Raum ist dieses Netzwerk unverzichtbar."

Einen besonders persönlichen Moment erlebte der Bundesminister zum Abschluss seines Besuchs: Die Innung überraschte ihn mit einem außergewöhnlichen Gastgeschenk – einem Modell seines ersten Autos, einem Golf II in Weiß. Überreicht wurde das Präsent von Ehrenobermeister Kurt Mertes, der Schnieder den Wagen einst Ende der achtziger Jahre verkauft hatte.

Vorstand neu gewählt – bewährte Kräfte bestätigt, frisches Blut im Amt
Im Rahmen der Versammlung wurden die Innungsgremien turnusgemäß neu gewählt. Der bisherige Obermeister Rainer Ferres wurde ebenso in seinem Amt einstimmig bestätigt wie stellvertretender Obermeister Timo Rings. Als Lehrlingswart folgt Niclas Ludwig auf den langjährigen Amtsinhaber Gerd Kön, der nach 20 Jahren zwar als Lehrlingswart aus dem Vorstand ausscheidet aber noch im Gesellenprüfungsausschuss ist. Patrick Dichter bleibt stellvertretender Lehrlingswart. Im Kreis der Beisitzer wurden Klaus Wilbert, Christian Neumann und Christina Krämer wiedergewählt; Marcel Paschko rückt neu in den Vorstand für den ausgeschiedenen Jan Reuter. Beisitzer Fritz Bohr trat nicht erneut zur Wahl an. Er gehörte über 30 Jahre dem Innungsvorstand an – zeitweise als stellvertretender Obermeister und zuletzt zehn Jahre lang als Delegierter zum Verband.

Fotos: Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg 
 

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